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Losverfahren Medizinstudium
Ratgeber · 05.10.2026

Medizinstudium ohne NC: welche Wege es wirklich gibt

Eine Spitzennote ist nicht der einzige Schlüssel zum Medizinstudium. Die anderen Wege kosten aber Zeit, Geld oder Freiheit, und nur einer kommt ganz ohne Note aus.

Weggabelung mit fünf Wegweiser-Pfeilen, auf einem davon liegt eine Loskugel

Ein Medizinstudium ohne NC ist möglich, aber nur ein Weg kommt wirklich ohne Note aus: das Losverfahren der Hochschulen. Zum Wintersemester 2026/27 gab es in Humanmedizin 32 solcher Verfahren. TMS, Eignungsquote, Landarztquote und Bundeswehr verringern das Gewicht der Note oder verlangen dafür eine Gegenleistung, etwa eine Verpflichtung über Jahre.

Dieser Ratgeber stellt alle Wege nebeneinander und sagt bei jedem, was er kostet, was er bindet und was über die Aussichten bekannt ist. Wir bieten selbst den Antragsservice für Losverfahren und Kapazitätsanträge an. Gerade deshalb sollen die anderen Wege hier fair wegkommen, denn für manche Bewerber passen sie besser. Eine zweite Übersicht mit Vergleichstabelle bietet der Beitrag zu den Sonderwegen ins Medizinstudium.

Wo kann man ohne NC Medizin studieren?

Zuerst eine Begriffsklärung. Einen festen „NC“ legt in Medizin niemand vorher fest. Gemeint ist meist die Auswahlgrenze, also die Note des letzten Bewerbers, der über die Abiturbestenquote noch einen Platz bekommen hat. Zum Wintersemester 2026/27 lag sie in Humanmedizin laut hochschulstart je nach Bundesland und Hochschule zwischen 1,0 und 1,3. Wie das System aus Quoten genau funktioniert, erklärt der Ratgeber NC Medizin.

Für die Frage „ohne NC“ reicht ein Blick auf die Aufteilung. hochschulstart vergibt die Plätze im Zentralen Verfahren in drei Hauptquoten: 30 Prozent nach der Abiturnote, 10 Prozent in der Zusätzlichen Eignungsquote und 60 Prozent im Auswahlverfahren der Hochschulen. Vorher können Vorabquoten bis zu 20 Prozent aller Plätze abziehen, etwa für die Landarztquote einzelner Länder oder für Bewerber, die die Bundeswehr benennt. Das steht so im Leitfaden von hochschulstart für das Wintersemester 2026/27.

Daraus ergeben sich die Wege ohne Spitzennote:

  • Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ): In Human-, Zahn- und Tiermedizin zählen dort nur Kriterien, die von der Schulnote unabhängig sind.
  • Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH): Die Note zählt mit, aber ein Test wie der TMS muss immer berücksichtigt werden und kann viel ausgleichen.
  • Vorabquoten: Landarztquote und Bundeswehr haben eigene Auswahlverfahren, verlangen dafür aber eine lange Bindung.
  • Nach dem Zentralen Verfahren: Losverfahren um frei gebliebene Plätze und der Kapazitätsantrag, notfalls mit Klage.

Hinzu kommt das Studium im Ausland. Es ist für manche ein echter Weg, gehört aber nicht zum Thema dieser Seite. Deshalb hier nur der Hinweis, dass es ihn gibt. Wer sich dafür interessiert, findet Quote und Ablauf in Österreich unter Medizin in Österreich als Deutscher; die privaten Hochschulen für Medizin im Inland vergleicht ein eigener Beitrag.

Alle Wege im Vergleich

Die Tabelle fasst zusammen, was sich aus offiziellen Quellen belegen lässt. Wo es keine belastbare Zahl gibt, steht keine.

Weg Rolle der Note Aufwand Bindung Kosten Aussicht
Losverfahren keine viele kleine Anträge mit eigenen Fristen keine bei den Hochschulen keine Gebühr; mit uns ab 109,90 € je Semester keine Garantie; 212 Zulassungen über das Los in Humanmedizin von WS 2022/23 bis WS 2025/26 an 10 Hochschulen aus unserem Angebot
TMS im Auswahlverfahren (AdH) zählt mit, Test gleicht aus Vorbereitung, Test an einem Termin, einmal wiederholbar keine 100 € Teilnahmegebühr (Herbst 2026) hängt von Note, Testwert und Hochschule ab
Zusätzliche Eignungsquote keine Test, Ausbildung oder Dienst nachweisen keine Testgebühr, Zeit nur 10 % der Plätze
Ausbildung im Gesundheitswesen zählt weiter mit, Ausbildung bringt Zusatzpunkte Ausbildung, ggf. 12 Monate Berufstätigkeit keine Zeit Pluspunkt in ZEQ und AdH, kein eigener Weg
Landarztquote je nach Land, eigenes Verfahren eigenes Bewerbungs- und Auswahlverfahren in NRW 10 Jahre als Hausarzt in einer Bedarfsregion in NRW 250.000 € Vertragsstrafe bei Pflichtverletzung eigene Quote, in NRW 8,8 % der Medizinplätze
Bundeswehr eigenes Verfahren Bewerbung und Auswahl bei der Bundeswehr 17 Jahre Dienstzeit keine, volles Gehalt im Studium Plätze über eine Vorabquote
Kapazitätsantrag je nach Vergabe formale Anträge bei vielen Hochschulen keine mit uns 199 € je Fach und Semester offen, keine seriöse Quote bekannt
Studienplatzklage je nach Gericht Verfahren über Monate keine Anwalt und Gericht, Kostenrisiko bei Niederlage offen, keine seriöse Quote bekannt

Zwei Zeilen brauchen eine Einordnung. Die Landarztquote ist Ländersache, die Zahlen in der Tabelle gelten für Nordrhein-Westfalen und stammen von der dort zuständigen Landesstelle. Andere Länder haben eigene Regeln. Und die Ausbildung ist kein eigener Weg ins Studium, sondern ein Kriterium, das Punkte in den Quoten bringt.

Wie schnell führt welcher Weg ins Studium?

Neben Note und Bindung unterscheidet sich vor allem die Zeit, die bis zum ersten Semester vergeht. Das wird beim Vergleich oft übersehen.

Am schnellsten sind das Losverfahren und der Kapazitätsantrag. Beide beziehen sich auf das Semester, das gerade beginnt. Die Losverfahren zum Wintersemester laufen im Spätsommer und Herbst, nachdem hochschulstart seine Vergabe abgeschlossen hat. Wer dort gezogen wird, kann noch im selben Semester anfangen. Eine grobe Übersicht nach Monaten steht unter Fristen.

Der TMS braucht Vorlauf. Ein Testergebnis zählt frühestens für die nächste Bewerbung bei hochschulstart, und wer wiederholen will, verliert ein weiteres halbes Jahr oder mehr. Bei einer Ausbildung reden wir von Jahren: erst die Ausbildung selbst, für die Berufstätigkeit dann mindestens zwölf weitere Monate.

Landarztquote und Bundeswehr führen über eigene Auswahlverfahren zum Studienplatz, binden danach aber lange. Die Verpflichtung in Nordrhein-Westfalen beginnt erst nach der Weiterbildung und dauert dann zehn Jahre.

Für viele ergibt sich daraus eine klare Rangfolge: kurzfristig alles nutzen, was keine Bindung verlangt, also hochschulstart, Losverfahren und auf Wunsch den Kapazitätsantrag. Mittelfristig den Test und gegebenenfalls eine Ausbildung. Die langen Verpflichtungen nur dann, wenn das Berufsziel ohnehin dazu passt.

Der TMS und das Auswahlverfahren der Hochschulen

Das Auswahlverfahren der Hochschulen ist mit 60 Prozent die größte Quote. Jede Hochschule legt dort ihre Kriterien selbst fest und gewichtet sie auf einer Skala bis 100 Punkte. Die Abiturnote ist in dieser Quote immer dabei. Daneben müssen in Humanmedizin mindestens zwei weitere Kriterien zählen, die von der Schulnote unabhängig sind, und ein fachspezifischer Studieneignungstest ist Pflicht.

Für Bewerber mit einer Note jenseits der 1,3 ist das die wichtigste Stelle im Zentralen Verfahren. Ein sehr guter TMS kann eine schwächere Note ausgleichen, und laut hochschulstart wirkt sich ein Testergebnis nur positiv aus. Ein schlechter Test verschlechtert die eigene Position also nicht. Der Haken liegt in der Planung: Der TMS fand bisher zweimal im Jahr statt und kann einmal wiederholt werden. Die Teilnahme kostete zum Herbst 2026 100 €. hochschulstart kündigt an, dass TMS und HAM-Nat zu einem neuen Test zusammengeführt werden, voraussichtlich ab Frühjahr 2027.

Was der Weg verlangt, ist vor allem Vorbereitung und ein Plan, der zu den Testterminen passt. Eine verbindliche Zahl, mit welchem Testwert man bei welcher Note sicher reinkommt, gibt es nicht, weil jede Hochschule anders gewichtet und die Grenzen jedes Semester neu entstehen. Wer wissen will, wie Note und Test zusammenwirken, findet die Details im Ratgeber Mit welcher Note Medizin studieren.

Die Zusätzliche Eignungsquote

Die Zusätzliche Eignungsquote ist die einzige Hauptquote, in der die Schulnote in Medizin gar nicht zählt. hochschulstart schreibt dazu, dass in Human-, Zahn- und Tiermedizin „nur schulnotenunabhängige Kriterien“ bewertet werden. Möglich sind Studieneignungstests, Auswahlgespräche, eine abgeschlossene Berufsausbildung, Berufstätigkeit, Dienste und bestimmte Preise.

Das klingt nach dem idealen Weg ohne NC, hat aber einen Haken: Über diese Quote gehen nur 10 Prozent der Plätze. Wer hier zum Zug kommen will, braucht in der Regel ein sehr gutes Testergebnis und oft noch weitere Punkte, etwa aus einer Ausbildung oder einem Dienst. Die Quote ist also notenfrei, aber nicht leistungsfrei.

Bringt eine Ausbildung im Gesundheitswesen etwas?

Ja, aber anders als früher. Die Wartezeit spielt keine Rolle mehr, hochschulstart berücksichtigt sie seit dem Sommersemester 2022 nicht mehr. Wer nach dem Abitur jahrelang gewartet hat, bekommt dafür heute keinen Platz.

Was zählt, ist die abgeschlossene Ausbildung in einem Beruf, den die Hochschule als einschlägig anerkennt. Welche Berufe das sind, legt jede Hochschule fest. Hochschulen, die dieses Kriterium nutzen, vergeben dafür einen festen Punktwert. Eine Berufstätigkeit wird nur angerechnet, wenn sie mindestens zwölf Monate gedauert hat und die passende Ausbildung vorher abgeschlossen wurde.

Eine Ausbildung ist damit ein solider Pluspunkt, aber kein eigener Zugang. Sie verbessert die Position in der Eignungsquote und im Auswahlverfahren der Hochschulen, in Kombination mit einem guten Test oft deutlich. Wer ohnehin einen Gesundheitsberuf lernen möchte, verliert die Jahre nicht. Wer sie nur als Umweg zum Studium plant, sollte wissen, dass es keine feste Zahl an Jahren gibt, nach der es sicher klappt.

Landarztquote: Studienplatz gegen eine lange Verpflichtung

Mehrere Bundesländer halten Plätze für künftige Hausärzte in unterversorgten Regionen bereit. Die Auswahl läuft über ein eigenes Verfahren des Landes, in Nordrhein-Westfalen etwa mit einer Vorauswahl und einem Auswahlgespräch. Die Abiturnote ist dort nicht das alleinige Kriterium.

Die Gegenleistung ist erheblich. In Nordrhein-Westfalen verpflichtet man sich in einem Vertrag mit dem Land, nach der Weiterbildung zehn Jahre lang als Hausarzt in einer Region mit besonderem Bedarf tätig zu sein. Wer eine der Pflichten verletzt, zahlt eine Vertragsstrafe von 250.000 Euro. Rechnet man Studium und Weiterbildung dazu, bindet man sich damit für einen großen Teil des Berufslebens, bevor das Studium überhaupt begonnen hat.

Für Bewerber, die ohnehin Hausarzt auf dem Land werden wollen, kann das ein guter Weg sein. Wer sich noch nicht sicher ist, welche Fachrichtung passt, geht ein hohes Risiko ein. Vergleichbare Quoten gibt es laut hochschulstart vereinzelt auch für den öffentlichen Gesundheitsdienst und für Zahnärzte, mit jeweils eigenen Bedingungen.

Bundeswehr: Studium mit Gehalt, Dienst danach

Die Bundeswehr bildet Sanitätsoffiziere aus. Wer dort angenommen wird, studiert Humanmedizin an einer zivilen Universität und bekommt während des Studiums das volle Gehalt seines Dienstgrades. Die Plätze laufen bei hochschulstart über eine Vorabquote für Bewerber, die die Bundeswehr benennt. Über die Auswahl entscheidet die Bundeswehr selbst.

Die Bindung ist die längste aller Wege. Die Dienstzeit in dieser Laufbahn beträgt laut Bundeswehr 17 Jahre. Finanziell ist der Weg attraktiv, persönlich ist er eine Lebensentscheidung, die man nicht wegen eines Studienplatzes allein treffen sollte.

Kapazitätsantrag und Studienplatzklage

Beim Kapazitätsantrag geht es um Plätze jenseits der offiziellen Zulassungszahl. Wer ihn stellt, beruft sich darauf, dass die Hochschule ihre Ausbildungskapazität nicht voll ausschöpft. Rechtlich stützt sich das auf die freie Wahl der Ausbildungsstätte nach Art. 12 Abs. 1 Grundgesetz. In diesem ersten Schritt ist nur die Hochschule beteiligt, noch kein Gericht.

Für Human- und Zahnmedizin übernehmen wir den Kapazitätsantrag: 199 € je Fach und Semester, gestellt an jeder Hochschule, deren Frist bei Deiner Buchung noch nicht abgelaufen ist, inklusive Druck und Porto. Klagen führen wir nicht, und zu Klagen beraten wir auch nicht.

Lehnt die Hochschule ab, bleibt die Studienplatzklage vor dem Verwaltungsgericht. Das ist der teuerste Weg in der Tabelle: Es fallen Gerichtskosten an, dazu Anwaltskosten, wenn man eine Kanzlei beauftragt, und nach § 154 Abs. 1 VwGO zahlt die unterliegende Seite die Verfahrenskosten. Belastbare Erfolgsquoten aus offiziellen Quellen gibt es weder für Anträge noch für Klagen. Den direkten Vergleich mit dem Los zeigt der Ratgeber Losverfahren oder Studienplatzklage.

Was tun, wenn der NC nicht reicht?

Die Wege schließen sich nicht aus. Die meisten Bewerber kombinieren mehrere, und das ist sinnvoll, weil keiner davon sicher ist. Eine Reihenfolge, die sich für viele anbietet:

  1. Bewerbung bei hochschulstart an möglichst vielen Standorten. Manche Hochschulen setzen sie außerdem für ihr Losverfahren voraus.
  2. Test schreiben, wenn Zeit für die Vorbereitung bleibt. Er kann sich nur positiv auswirken.
  3. Losanträge stellen, sobald hochschulstart abgeschlossen ist und die Hochschulen ihre frei gebliebenen Plätze verlosen. Das kostet keine Bindung und keine Note.
  4. Kapazitätsantrag prüfen, wenn zusätzlich ein formaler Anspruch geltend gemacht werden soll.

Landarztquote und Bundeswehr stehen bewusst nicht in dieser Liste. Sie sind keine Ergänzung für jeden, sondern eine Entscheidung über die nächsten ein bis zwei Jahrzehnte. Wer diesen Weg gehen will, sollte das wegen des Berufs tun, nicht nur wegen des Studienplatzes.

Ein Wort zur Ausbildung: Sie passt für Bewerber, die das Warten sinnvoll nutzen wollen. Als Plan B, falls im Losverfahren und in den Quoten nichts klappt, ist sie stärker als jedes reine Warten, denn Warten zählt nicht mehr.

Losverfahren: der Weg ohne Note

Nach dem Zentralen Verfahren bleiben an vielen Hochschulen Plätze frei, weil Zugelassene absagen oder sich nicht einschreiben. Diese Plätze verlosen die Hochschulen selbst. Abiturnote, TMS und HAM-Nat spielen dabei keine Rolle. Wer fristgerecht einen gültigen Antrag stellt und die Zugangsvoraussetzungen erfüllt, ist im Topf. Wie dieser Teil der Vergabe zeitlich abläuft, beschreibt der Ratgeber zur Restplatzvergabe in Medizin.

Damit ist das Los der einzige Weg in dieser Übersicht, der weder eine Note noch eine Verpflichtung verlangt. Die Kehrseite gehört genauso dazu: Ein Platz über das Los ist nie sicher. An einer einzelnen Hochschule ist die Chance klein, und wie viele Plätze übrig bleiben, weiß vorher niemand.

Dass es funktioniert, zeigen die Zahlen der Hochschulen. Zehn Hochschulen aus unserem Angebot haben in Humanmedizin vom Wintersemester 2022/23 bis zum Wintersemester 2025/26 zusammen 212 Bewerber über das Los zugelassen. Allein die Goethe-Universität Frankfurt kam zum Wintersemester 2024/25 auf 77 Zulassungen, ein Jahr später auf 28. Die Charité ließ zum Wintersemester 2025/26 fünf Bewerber über das Los zu. Alle Zahlen mit Quelle stehen auf der Seite Chancen im Losverfahren.

Der Aufwand liegt in der Menge. Zum Wintersemester 2026/27 gab es in Humanmedizin 32 Losverfahren und in Zahnmedizin 21, jedes mit eigener Frist und eigenem Antragsweg, mal online, mal per E-Mail, mal per Brief. Manche Fenster waren nur wenige Tage offen. Was das in der Praxis bedeutet, rechnet der Ratgeber Lohnt sich ein Antragsservice? durch.

Wir übernehmen diese Anträge. Für ein Fach und ein Semester kostet das 109,90 €, Human- und Zahnmedizin zusammen 164,85 €. Lost in einem gebuchten Fach und Semester keine einzige Hochschule, gibt es den Anteil zurück. Die Einzelheiten stehen unter Preise, die Hochschulen je Fach auf den Seiten Losverfahren Humanmedizin und Losverfahren Zahnmedizin.

Eine Regel gilt bei jedem Weg: pro Hochschule und Fach nur ein Losantrag. Die Charité löscht Mehrfachbewerbungen und wertet nur den letzten Antrag. Wer einzelne Anträge schon selbst gestellt hat, schließt diese Hochschulen bei uns aus. Mehr dazu im Ratgeber Mehrfachantrag vermeiden.

Und Zahnmedizin?

Für Zahnmedizin gelten dieselben Quoten und fast dieselben Wege, nur mit anderen Zahlen. In der Abiturbestenquote lag die Grenze zum Wintersemester 2026/27 etwas weiter gestreut als in Humanmedizin. Die Werte je Bundesland, die Frage „mit 2,0 Zahnmedizin?“ und die Zulassungen über das Los in Zahnmedizin stehen im Ratgeber NC Zahnmedizin.

Häufige Fragen

Kann man ganz ohne NC Medizin studieren?

Ja, im Losverfahren der Hochschulen spielt die Abiturnote keine Rolle, dort entscheidet das Los. Eine Hochschulzugangsberechtigung braucht man trotzdem. Eine Garantie auf einen Platz gibt es auf diesem Weg nicht, dafür aber auch keine Verpflichtung für die Zeit nach dem Studium.

Wie viele Losverfahren gibt es in Humanmedizin?

Zum Wintersemester 2026/27 gab es in Humanmedizin 32 Losverfahren, in Zahnmedizin 21. Jede Hochschule regelt ihr Verfahren selbst, mit eigener Frist und eigenem Antragsweg. Ob ein Standort lost, kann sich von Semester zu Semester ändern.

Zählt die Abiturnote beim TMS überhaupt nicht?

In der Zusätzlichen Eignungsquote, über die 10 Prozent der Plätze vergeben werden, zählen in Humanmedizin nur Kriterien, die von der Schulnote unabhängig sind, etwa der TMS. Im Auswahlverfahren der Hochschulen mit 60 Prozent der Plätze wird der Test dagegen mit der Abiturnote kombiniert. Ein guter Test gleicht dort eine schwächere Note aus, ersetzt sie aber nicht.

Gibt es die Wartezeit noch?

Nein. hochschulstart berücksichtigt Wartezeit seit dem Sommersemester 2022 nicht mehr. Wer nach dem Abitur nur wartet, sammelt damit keine Punkte mehr. Eine abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten Gesundheitsberuf kann dagegen Punkte bringen.

Lässt sich das Losverfahren mit anderen Wegen kombinieren?

Ja. Wer sich bei hochschulstart bewirbt, einen Test schreibt oder einen Kapazitätsantrag stellt, kann trotzdem an Losverfahren teilnehmen, solange die Zugangsvoraussetzungen der Hochschule erfüllt sind. Wichtig ist nur, bei jeder Hochschule pro Fach nicht mehr als einen Losantrag zu stellen.

Bereit für die nächste Antragsrunde?

Du buchst online, trägst Deine Daten einmal ein, und wir stellen die Anträge. 109,90 € für das erste Fach und Semester.